Motivation
Auf die Idee zu dem Datenhandschuh kamen wir, als wir uns mit den Möglichkeiten der unterschiedlichen Eingabegeräte in der modernen Unterhaltungselektronik beschäftigten. Dabei sind über Mäuse, Tastaturen und Fernbedienungen auch Exoten im Angebot, die dem Anwender neben einer grafischen und akkustischen Rückkopplung auch Ereignisse über Vibrationen bemerken lassen. Jedoch empfanden wir es als unbefriedigend, da sich die haptische Rückkopplung nur auf ein grobes Rütteln und Schütteln begrenzte.
Zielstellung
Aufgrund dieser Feststellungen erarbeiteten wir ein Konzept, mit denen deutlich differenzierte Reize wahrnehmbar sein sollten. Ein Datenhandschuh, der die Glieder der Hand und damit die Hauptrezeptoren des alltäglichen Tastens darstellte, sollte uns als Ausgangsbasis dienen. Dabei sollte der Datenhandschuh die Lücke zwischen der Realität und der virtuellen Welt möglichst klein werden lassen.
Umsetzung
Den Handschuh selbst fertigten wir aus Elementen eines Ringklettverschluss, so dass unterschiedliche Handgrößen berücksichtigt werden konnten. Desweiteren gab es 2 Aufgabenbereiche zu realisieren. Zum einen die Erfassung der Handbewegung und zum anderen die Rückkopplung.
Die Datenerfassung wurde durch Reedkontakte und einen Magneten ermöglicht. Berühren sich Daumen und Zeigefinger, schließt sich die Hand. Berühren sich Daumen und kleiner Finger, öffnet sich die Hand wieder. Die Rückkopplung wird über Seilzüge realisiert, die über einen Motor gegen die Fingerbewegung arbeiten.
Mitwirkende
- Jörg Müller
- Christoph Kohlmann


